Schöne Gärten, tolles Klima, entspannte Menschen, geschichtsträchtige Gebäude – das alles findet man in Südengland, soviel haben wir schon erfahren und immer genossen. Aber jedes Mal, wenn wir in England Urlaub machten, sagten wir uns, dass wir uns auch unbedingt mal die Kanalinseln ansehen müssten. 


Nun ist es soweit. Anfang Mai fliegen wir von Düsseldorf nach Jersey, ein Katzensprung, bereits nach 1 ½ Stunden landen wir, steigen aus und werden von einem netten Flughafenmitarbeiter einmal durch das Flughafengebäude geführt. 

Der Blick bei unserer Ankunft

Währenddessen reisen wir ein und wieder aus. Dann besteigen wir das Flugzeug erneut und fliegen weiter nach Guernsey. 


Warum dieses Theater? Die Kanalinseln gehören weder zu England noch zu Frankreich, sie sind direkt der Britischen Krone unterstellt, alle Inseln haben ihre eigene Regierung, ihre eigene Polizei und eigene Gerichtsbarkeit. Sie legen ihren Steuersatz selbst fest und sind daher sehr interessant für Banken und Anleger. Sie sind nicht Mitglieder der EU, gehören aber ihrem Zollgebiet an. Dann haben zumindest die großen Inseln Guernsey und Jersey darüber hinaus noch ihre eigene Währung, lediglich angelehnt an das Britische Pfund. Alles sehr spannend neu für uns.



Auf Guernsey geht es weiter per Bus in unser wunderschönes Hotel. So ein richtig typisch englisches Backsteinhaus mit riesigem Garten und mit Fluren, auf denen man sich verlaufen kann. 

 
Im Mai ist es leider noch etwas zu kalt.

Plüschig und stilvoll. Sogar einen Pool gibt es. Im Garten stehen Palmen, ein Geschenk des Golfstroms, der hier dafür sorgt, dass es hier wunderbare Gärten gibt mit mediterranen Pflanzen.



Wir machen uns zu Fuß auf in den Ort St. Peter Port, eine lebhafte und hübsche kleine Hafenstadt, die ihre Besucher durch ihre schönen Häuser, tollen Gärten und wunderbaren Aussichtsplattformen begeistert. 

 
Wunderbare Aussicht auf St. Peter Port

Wir gönnen uns eine halbe Portion Fish and Chips und schlendern durch die hübschen Gassen. Der Weg zurück ist schon anstrengender, es geht bergan bis zum Hotel. Dort legen wir noch eine kleine Pause am Pool ein, bevor wir uns zum Abendessen ins Hotelrestaurant begeben.



Am nächsten Morgen sind wir eine Stunde zu früh dran, wir haben die Zeitverschiebung nicht bedacht.



Also habe ich Zeit für eine Fototour durch den weitläufigen Garten mit seinen größtenteils mediterranen Pflanzen. 

 
Der Garten ist sehr weitläufig . . .

Das Wetter ist großartig und man kann die Seele baumeln lassen. Leider kann ich hier nicht den ganzen Tag verbringen und die anderen holen mich zum Frühstück in dem hübschen großen Frühstücksraum mit Blick ins Grüne. Full englisch breakfast, wer´s mag, Pilze, Blutwurst und Speck sind allerdings nicht jedermanns Sache. 



. . . und mediterran


Wir treffen auf unsere Mitreisenden, ein Ehepaar gleichen namens und ihre Freunde. Die vier haben einen Ausflug gebucht, wir allerdings wollen die Umgebung auf eigene Faust erkunden. 

Steile Treppen
Wir machen uns also zu Fuß auf zum Hafen. Ein netter Insulaner zeigt uns einen Weg über eine Treppe nach unten und wir genießen einen großartigen Ausblick auf das Meer und den Hafen. 


Die Vegetation ist einmalig und ich bestaune die Gärten, die wir auf dem Weg nach unten sehen. 


Wir schlendern durch den Ort und kommen schließlich an den Busbahnhof. Dort nehmen wir den Bus zum Airport, steigen dort aus und laufen eine kurze Strecke zum German Occupation Museum. 

Vor dem Museum: eine kleine Kirche und ein alter Friedhof.



Späterer Schulrektor
Während des zweiten Weltkrieges wurden die Kanalinseln von den Deutschen besetzt und in diesem Museum, das von einem Verein betrieben wird, erlangt man einen Einblick, unter welchen Umständen die Insulaner leben mussten bis hin zur Deportation der männlichen Bevölkerung. Sehr eindrucksvoll. Allerlei Waffen, Uniformen, Alltagsutensilien, Maschinen, Fahrzeuge, Fotos und andere Dokumente sind detailliert ausgestellt und geben einen guten Eindruck von dieser kurzen, aber auch intensiven Zeit wieder. Die Nachstellung einiger Räume verstärkt den Eindruck noch mehr. 

Feldpostkarte








Das Museum ist wirklich interessant und arbeitet ein Stück deutsch-englische Geschichte auf. Wir sehen uns alles genau und plötzlich sehen wir eine Feldpostkarte, die wohl nicht mehr abgeschickt wurde. Die Adressatin: eine Frau Siersky, wohnhaft in Wilhelmshaven, Admiral-Klatt-Straße. Peter stutzt und erzählt uns dann, dass sein ehemaliger Rektor seiner Grundschule Siersky hieß. Dann sehen wir neben der Postkarte ein Foto, auf dem der Rektor Siersky in seiner Uniform zu sehen ist. Es ist also tatsächlich wahr, der spätere Schulrektor war einer der Besatzer auf der Insel Guernsey und man traute ihm nach dem Krieg wieder zu, Kinder zu erziehen.



Vor dem Museum steht eine kleine Kirche mit einem alten Friedhof, umgrenzt von einer wunderschönen Steinmauer mit Bornholm-Margariten, die hier winterhart sind und riesige Büsche bilden. 

Eine Pracht

Dann haben wir uns vorgenommen, zum Meer hinunter zu laufen, eine Straße entlang, immer bergab. Der Weg ist allerdings länger, als wir auf der Karte erkennen konnten. 

Diesen schönen Garten sehen wir auf dem Weg.

Endlich kommen wir unten an, wunderschöne Bucht, ein Stein- und Sandstrand. Wir ruhen uns aus und essen in dem kleinen Strandrestaurant ein Sandwich. 

Schöne kleine Bucht

Der Wirt sieht uns an, dass wir den Weg zurück bergan nicht so gerne laufen würden und er ist so nett, uns in sein Auto einzuladen und uns zur Straße zurück zu fahren. Wir sind wirklich sehr dankbar und geben ihm 10 Pfund für seine Kaffeekasse, obwohl er kein Geld von uns nehmen wollte. Sehr netter Mann.



Wir begeben uns zur Bushaltestelle und warten auf den Bus nach St. Peter-Port. In der Nähe arbeitet eine Frau in ihrem Garten und ich bewundere ihre Agapanthus, die ausgepflanzt dichtes Blattwerk zeigen. Sie erzählt mir, dass die Winter hier weitgehend mild seien, allerdings hätte es auch schon Jahre gegeben, in denen es Frost gab und die eine oder andere Pflanze nicht überlebt hätte.



Wir fahren also zurück nach St. Peter Port und von dort aus suchen wir uns einen Bus, der uns zum German Military Hospital Museum bringt. 

Das Todesurteil für viele Zwangsarbeiter

Die unterirdischen Schächte wurden von Zwangsarbeitern aus Frankreich, Spanien, Marokko, Algerien, Belgien, Holland, Polen und Russland in den Berg gehauen. Eine Arbeit, die viele Todesopfer forderte. Das Hospital wurde für 800 Personen ausgelegt, wurde aber nur für einige Wochen genutzt. 

Beklemmend

Wir sind spät dran und man lässt uns nur ungern nur kurz herein. Man geht durch die leeren, grauenvollen Gänge, das Wasser tropft von den Wänden und es ist sehr bedrückend. Je weiter wir hineingehen, umso mulmiger wird es und ich gerate ein wenig in Panik an diesem gruseligen Ort. Überall sieht man Schilder mit der Aufschrift „Exit“, geht man diesen nach, gelangt man nur tiefer in dieses Labyrinth. Endlich gelangen wir wieder an den Eingang und ich erhole mich lange nicht von diesem beängstigenden Erlebnis.



Wir fahren mit dem Bus zurück ins Hotel, relaxen ein wenig am Pool und verfolgen dann das Wahlgeschehen in unserer Heimatstadt. Dort wird gerade der neue Oberbürgermeister gewählt und wir drücken unserem Favoriten die Daumen. Dann essen wir im Hotel und freuen uns auf den nächsten Tag, an dem wir eine Inselrundfahrt machen werden.



Montag morgen und wir machen uns auf nach St. Peter Port und treffen uns dort mit einigen Mitreisenden an der Touristeninformation. Dort treffen wir Gaby, die seit 32 Jahren auf der Insel lebt. Sie ist damals als Au pair-Mädchen gekommen und geblieben. Sie begleitet uns heute durch den Tag und aus jedem Wort, das sie spricht, hört man die Liebe und die Begeisterung zu dieser Insel heraus. 

Ein Blick über die Stadt


Zunächst gibt es einen kleinen geschichtlichen Exkurs: 932 wurden die Kanalinseln Teil des Herzogtums Normandie. Als 1066 Normannenherzog Wilhelm der Eroberer auf den englischen Thron steigt, ist die Unabhängigkeit der Kanalinseln von Großbritannien besiegelt. Doch die Insulaner sind stolz auf ihre normannischen Wurzeln und weil der König Englands immer auch Herzog der Normandie ist, betrachten sie die Queen als ihr Oberhaupt. Die Kanalinseln sind in die Amtsbezirke Jersey und Guernsey unterteilt.

Beide Amtsbezirke haben eigene Parlamente, welche States genannt werden. Als Kronbesitz sind sie der britischen Krone unterstellt und lassen sich in wichtigen Fragen der Außen- und Verteidigungspolitik von Großbritannien vertreten. Ansonsten existieren eigene Verwaltungen, eigene Postwertzeichen und eine eigene Währung. Die Verwaltungsleiter nennt man Belifs.



Alles das und viel mehr erzählt uns Gaby und dann beginnen wir mit einer ausgedehnten Stadtführung durch die Inselhauptstadt. Gaby läuft kreuz und quer mit uns durch diese idyllische Stadt. Die Straße Le Pollet vermittelt einen Eindruck davon, wie eng die Straßen im 18. Jahrhundert waren. Wir sehen das Castel Cornet, das den Hafen bewacht und ein Museum beherbergt. Die High Street führt läuft parallel zur Uferstraße und ist die Haupteinkaufsstraße. Shoppen wird in St. Peter Port zum Erlebnis. Während sich im Old Quarter seltene Antiquitäten aufspüren lassen, verkaufen die Boutiquen die traditionsreichen Guernsey-Pullover. 

Auf Grund der niedrigen Zölle sind auch Keramik, Schmuck und Parfüms begehrte Mitbringsel. Wir sehen die Town Church, die Markthalle und zu jedem Punkt hat Gaby interessantes zu erzählen. Die engen Gassen der direkt an die Felsen gebauten Stadt winden sich die Hügel hinauf zum höchsten Punkt des Ortes, welcher herrliche Ausblicke garantiert. Hier oben besuchen wir das Hauteville-Haus, in dem Victor Hugo gelebt hat. Er ließ sich auf der Flucht vor Napoleon nieder und verbrachte 15 Jahre seines Lebens auf den Kanalinseln. 

Der schöne Garten des Victor Hugo
Leider können wir nur den Garten besichtigen, das Haus dürfen wir nicht betreten, lediglich einen kleinen Blick in den Eingangsbereich riskieren. Wir haben leider keinen Besichtigungstermin und so müssen wir wieder zurück in den unteren Bereich der Stadt. Hier nehmen wir dann alle zusammen einen kleinen Imbiss ein. Auch während des Essens erfahren wir von Gaby interessante Dinge. So ist etwa die Kriminalität hier so gut wie nicht vorhanden. Wer gegen das Gesetz verstößt, wird streng bestraft und das fängt schon an, wenn jemand den Hundekot nicht beseitigt oder eine Zigarettenkippe auf den Boden wirft.

Die steuerlichen Vorteile bringen es mit sich, dass sich viele Menschen für das Leben auf Guernsey interessieren. Allerdings ist es nicht einfach, hier eingebürgert zu werden, man sollte schon eine erhebliche Summe besitzen, um hier willkommen zu sein. Die zur Verfügung stehenden Häuser sind in einen Global-Market und einen Lokal-Market unterteilt. Es ist also für Außenstehende sehr schwierig, hier ein Haus zu erwerben.


Alles, was Gaby so aufzählt, erinnert ans Schlaraffenland. Wirklich eine hohe Lebensqualität und daran liegt es wohl auch, dass die Leute hier im Vergleich zu anderen Orten sehr alt werden.





Ein wunderschönes Anwesen
Dann brechen wir auf zu unserer Inselrundfahrt. Zunächst geht es zu einem historischen Granithaus, das Sausmarez Manor, hier gibt es einen schönen Skulpturengarten, außerdem ist ein Bummel durch den subtropischen Garten, der um einen Teich herum führt, sehr empfehlenswert. Aber das ist es nicht wirklich, was mich interessiert. 


Viel wichtiger ist, dass dieses Haus in einem meiner Lieblingsbücher, „Deine Juliet“ eine wichtige Rolle spielt. Dieses Buch erzählt als Briefroman vom Leben der Insulaner während der Besatzungszeit und der fiktiven Gründung eines Vereins, dem „Club der Guernseyer Freunde von Dichtung und Kartoffelschalenauflauf“. Wer jetzt neugierig geworden ist, beschaffe sich dieses bezaubernde Buch.

Eine schöne Geschichte.

Danach sehen wir uns die wunderschöne Steilküste an und genießen den phantastischen Blick auf das grün-blaue Meer. Ein Anblick, den man sonst nur aus der Karibik kennt. Die Steilküste von Guernsey ist im gesamten Königreich bekannt und verliert sich besonders im Süden der Insel spektakulär im Meer.


Schöne Ausblicke

Wir machen einen ausgedehnten Spaziergang auf einem Küstenpfad, der gesäumt wird von duftenden Kräutern und Wildblumen. Die botanische Vielfalt ist wirklich beeindruckend und der Ausblick von hier tut sein übriges, um Begeisterung hervorzurufen. Man sieht allerdings auch einige Bunker, seinerzeit von den Deutschen gebaut, aber auch wunderschöne Wohnhäuser in exponierter Lage.

Und das mit Meeblick



Weiter geht es zur Little Chapal, des kleinsten, offiziell geweihten Gotteshauses. Errichtet wurde das Kirchlein von hier Exil gefundenen Brüdern des in ihrem Ursprungsland Frankreich 1904 verbotenen römisch-katholischen Ordens der 'Brüder der christlichen Schulen' ('La-Salle-Brüder').

 
Ein kunterbuntes Kirchenspektakel


Gebet?
Die kleine Kirche schimmert in prächtigen, bunten Farben der liebevoll nach Mustern und frommen Themen geordneten Muschelschalen, Kieselsteinen und Porzellanteilchen. Durch zahllose Sachspenden aus aller Welt und mit Unterstützung der lokalen Bevölkerung ist hier ein originelles sakrales Kunstwerk entstanden. Die eintürmige Kapelle hat drei Eingänge, eine Krypta und einen winzigen Vorraum. Die gesamte Grundfläche der 'Little Chapel' umfasst gerade einmal 15 qm.



Wunderschön
Wir fahren weiter, hier kann man sagen, der Weg ist das Ziel. Guernsey ist die Insel des Weins, der Tomaten und der Blumen. Sie beginnt sich bereits von ihrer schönsten Seite zu zeigen, wenn wir in Deutschland noch mit den letzten Frösten zu kämpfen haben. Ein Meer aus Orchideen, Azaleen, Rosen und Hortensien bestimmt das Bild der malerischen Insel. 


Nach einem kurzen Stopp an einem Juweliergeschäft, das schönen Guernsey-Schmuck im Angebot hat, geht es wieder zum Hotel.
Abendessen und das Gesehene und Gehörte Revue passieren lassen. Leider schon der letzte Abend auf dieser schönen Insel.


Am Dienstag stehen wir früh auf, es geht zum Flughafen, wir fliegen nach Jersey. Eigentlich hatten war eine Überfahrt mit der Fähre nach Jersey geplant. Die ist aber leider ausgebucht und so müssen wir früh los, während die anderen Mitreisenden noch Zeit haben und dann auf die Fähre gehen. Helga würde gern tauschen, das Fliegen ist nicht so angenehm für sie. Aber das geht ja leider nicht. So hüpfen wir nach den üblichen Wartezeiten auf dem kleinen Flughafen rüber auf die Insel Jersey.


Unser Hotel ist ein Best Western, alt, aber hübsch und zentral gelegen. Unser Zimmer ist allerdings sehr klein, wird aber aufgrund unserer Bitte getauscht. Dann sehen wir unsere Mitreisenden, die mit der Fähre gekommen sind. Alle etwas angeschlagen, der Seegang war wohl sehr heftig, die Seekrankheit hat alle erwischt, am schlechtesten geht es Moni, die wir an diesem Tag gar nicht mehr sehen. Helga ist sehr erleichtert, weil der Flug doch sehr angenehm verlaufen ist.


Wir machen uns auf und sehen uns St. Helier an. Wir sehen hübsche Geschäfte, allerdings nicht so schön und edel wie die Geschäfte auf Guernsey. Im Tourismuszentrum lassen wir uns über die Möglichkeiten der Besichtigungen informieren und machen uns mit den Buslinien vertraut.
Dann finden wir ein schönes Restaurant, essen ein leckeres Steak und machen uns dann auf ins Hotel.


Am Mittwoch laufen wir wieder durch die Stadt zum Hafen. St. Helier ist die Hauptstadt von Jersey. Sie liegt an der Südküste und bietet sich als Ausgangspunkt der Entdeckung der Insel an. Die lebendige, charmante Stadt liegt malerisch an der St. Aubins` Bay. Entlang der King Street pulsiert das Leben. Die Geschäfte haben bis Spätabends geöffnet. Aber wir werden noch ausreichend Gelegenheit haben, die Stadt kennenzulernen, denn uns steht noch eine professionelle Stadtführung bevor.

Hier nimmt der herrliche Sandstrand St. Aubin`s Bay seinen Anfang, welcher sich auf einer Länge von fünf Kilometern bis zum Urlaubsort St. Aubin erstreckt. 

St. Aubin beeindruckt mit seinem idyllischen Hafen, engen Gassen und farbenfrohen Häusern. In den Cafés unter Palmen werden alle Urlaubsträume Wirklichkeit.

Radisson Blue bei Ebbe

Wir laufen bis zum Hotel Radisson Blue, von dort aus hat man einen herrlichen Blick auf den Weg bis nach St. Aubin. Wir trinken einen Kaffee auf der Hotelterrasse und dann machen wir uns auf zu einer Busfahrt in den Osten der Insel. Die Landschaft wird immer schöner, wunderbare Strände und das Wattenmeer, aus dem hohe Felsen herausragen. Der Tidenhub ist hier bis zu 11 Meter hoch. 

Leuchtturm

Dann geht es nach St. Aubin, wir essen ein schönes Eis und nehmen für die Rückfahrt eine kleine Touristenbahn, die uns am Strand entlang ganz bis nach St. Helier zurück bringt. Hier sehen wir uns noch einige Geschäfte an, finden auch einige Social-Läden, in denen man manchmal seltene Schallplatten oder andere interessante Dinge finden kann. 

Wir laufen in Richtung Thomas Church und sind dann auch schon gleich am Hotel. Hier essen wir zu Abend und freuen uns schon auf den nächsten Tag.

Am Donnerstag erwartet uns eine kulinarische Stadtführung. Eine nette junge Dame bringt uns die Stadt näher und geht insbesondere auf die Delikatessen ein, die wir hier nicht nur sehen, sondern teilweise auch probieren können.

Die Markthalle
Das Zentrum von Saint Helier lässt sich bequem in einem halben Tag zu Fuß erkunden und das machen wir dann auch, unterbrochen von einigen kulinarischen Stopps. So probieren wir die berühmte Schokolade, die Jersey-Butter, Austern und zum Schluss den Cidre. Aber auch die geschichtliche Seite kommt nicht zu kurz. Die junge Dame informiert uns über die Sehenswürdigkeiten der Stadt. 

Austern in der Fischhalle


Der Liberation Square wurde nach der Befreiung durch Truppen der British Army und der Royal Navy von der deutschen Besatzung benannt. Anlässlich des 50. Jahrestages der Befreiung wurde hier das Monument to Freedom von Philip Jackson aufgestellt und am 9. Mai 1995 von Prinz Charles enthüllt. Das Monument zeigt eine Gruppe aus sieben Personen, die die britische Fahne hochhalten. 
  

La Vaque dé Jèrri: Die Bronze-Skulptur des englischen Bildhauers John McKenna wurde 2001 zu Ehren der Jersey Kuh, einer Rinderrasse, die besonders fette Milch gibt, aufgestellt. Sie besteht aus zwei Kühen, einem Kalb und einem Bullen, die um einen Wassertrog stehen.


Central Market: In der viktorianischen Halle gibt es etwa 50 Verkaufsstände für Blumen, Obst, Gemüse, Fleisch, Geflügel, sonstige Lebensmittel und Feinkost. Natürlich dürfen ein paar Imbißstände nicht fehlen.

Blumenpracht in der Markthalle

 In der Beresford Street an der Nordseite des Central Market befindet sich der wesentlich kleinere, 1841 erbaute Beresford Fish Market. Hier bekommen wir taufrische Austern.

Alles in allem ein interessanter Vormittag, wir haben viel gelernt und hatten dazu noch einige schöne Geschmackserlebnisse.

Wir nehmen den Bus zum botanischen Garten. In verschiedene Bereiche unterteilt, entstanden um 1930 unter anderem ein japanischer Garten, Teiche und ein weitläufiger Park. Die Gärten erlangten den Ruf, die schönsten im britischen Königreich zu sein. Auch der “Colombier”, ein Taubenturm wurde restauriert und schmückt noch heute die Anlage.

Ein imposantes Gebäude, ein imposanter Garten

Japanischer Garten
Exotische Bäume und Pflanzen sowie einheimische Flora findet man im Park. Ein vielbeachteter Kräutergarten entstand, üppige Blumenrabatten, ein “Calender Garden” mit jahreszeitlicher Gestaltung. 

Besonders interessant ist auch, dass während des Zweiten Weltkriegs, als Jersey unter deutscher Besatzung litt, das Anwesen selbst als “Kunstschutz” vom deutschen Kommandanten deklariert wurde. Die Schönheit des Manor Houses hatte auch ihn beeindruckt.



Am Freitag haben wir noch einen tollen Programmpunkt. Wir machen eine Schiffstour. Vom Pier Albert aus startet unser Schiff. Es geht um die halbe Insel und wir bewundern die schöne Küstenlandschaft vom Wasser aus. 

Toller Blick

Schöne Strände



Die Strände sind wirklich einmalig und das Wasser – wie gesagt – hat karibische Farben. Wir sehen Delfine neben unserem Schiff und sind natürlich begeistert. Von hier sieht man auch die schönen Strände und tollen Häuser in Strandnähe. 






Wieder zurück am Hafen suchen wir uns einen Bus, der uns zum Harley Davidson Shop bringt. Peter kauft sich die obligatorischen Shirts, dann fahren wir zurück zum Busbahnhof. Wir haben gelesen, dass es in der Nähe der Trinity Church einen großen Social-Laden geben soll. Den müssen wir unbedingt aufsuchen, es könnten da ja noch Plattenschätze verborgen sein. 
 

Schöne alte Häuser
Leider fährt der Bus, der uns dort direkt hinbringen könnte, erst in einer Stunde und so entschließen wir uns, einen anderen zu nehmen. Allerdings müssen wir dann noch ein gutes Stück zu Fuß gehen. Allein die Busfahrt ist aber schon ein Erlebnis, die Insel ist wirklich sehr hübsch, wir sehen schöne Häuser und herrliche Gärten. Die Straßen sind sehr schmal, rechts und links begrenzt von Steinmauern. Fußwege gibt es leider nicht und so laufen wir entgegen der Fahrtrichtung immer an den Mauern entlang. Wenn uns jemand entgegen kommt, strecken wir die Arme aus und drücken uns dicht an die Mauern. 


Abenteuerurlaub. Wir schaffen es dann allerdings ohne Unfall bis zur Church und zum Social-Laden, der gerade in diesem Moment schließt. Ja, außer Spesen nix gewesen. Aber ein schöner Spaziergang war es dennoch und die Bustour war auch nicht schlecht.

Auf der Rücktour lässt uns der Busfahrer direkt in der Innenstadt in der Nähe unseres Hotels aussteigen. 

Ja, das war nun also unser letzter Tag, ein Abendessen noch, dann gehen wir schlafen.

Der Samstag ist der Rückreisetag und das bedeutet ja immer Wartezeiten. Aber wir sitzen noch mit unseren Mitreisenden zusammen und unterhalten uns sehr nett. Natürlich versprechen wir, in Verbindung zu bleiben und Moni und Peter treffen wohl noch weitreichendere Verabredungen. Auf jeden Fall haben wir viel Spaß, fahren entspannt zum Flughafen und treten unsere Rückreise an.

Fazit: die Inseln sind wirklich eine Reise wert, sehr idyllisch und man konnte erkennen, dass die Bewohner hier ein entspanntes Leben führen.





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